Über den Ort Rheidt Hüchelhoven
Im Jahre 1109 wurde Rheidt erstmalig urkundlich erwähnt, Hüchelhoven folgte 60 Jahre später. Mit seinen historischen Höfen wie der Millianshof, Groß-Mönchhöf etc. ist der Doppelort ein Ort mit Charme und Geschichte.
Der Ort liegt an der Grenze zum Rhein-Kreis Neuss. Am 1. Januar 1975 wurde Rheidt Hüchelhoven der Stadt Bergheim eingemeindet. Seither leben und lieben die Rheidt Hüchelhovener ihren Doppelort.
Das Vereinsleben ist stark ausgeprägt: Es gibt etliche Ortsvereine, z. B. Sportvereine, Karnevalsvereine, Gemeinschaftsvereine wie „Dorfgemeinschaft Rheidt“ , den "SV Rheidt", den 1932 gegründeten Theaterverein Frohsinn", welche mit ihren Festen und Veranstaltungen das soziale Miteinander prägen und pflegen. Als schönster Weihnachtsmarkt des Kreises wurde der Nostalgische Weihnachtsmarkt in Rheidt benannt.
Wo Heimat nicht nur ein Ort ist, sondern ein Gefühl
Rheidt-Hüchelhoven ist vielleicht kein großer Ort. Doch wer hier lebt, weiß: Die Größe eines Dorfes lässt sich nicht an seiner Einwohnerzahl messen. Sie zeigt sich in den Menschen, die füreinander da sind, in den Traditionen, die über Generationen weitergegeben werden, und in dem besonderen Gefühl, das entsteht, wenn man sich kennt, miteinander lacht, gemeinsam feiert und auch in schwierigen Zeiten zusammensteht.
Ein wesentlicher Teil dieses Zusammenhalts ist die Dorfgemeinschaft Rheidt.
Sie steht für weit mehr als Veranstaltungen und Vereinsarbeit. Sie steht für Heimat.
Heimat, die man spüren kann
Heimat – das ist ein Wort, das heute oft verwendet wird. In Rheidt bekommt es eine ganz besondere Bedeutung.
Heimat ist hier der Dorfplatz. Heimat sind die vertrauten Gesichter auf der Straße. Heimat ist der kurze Plausch am Gartenzaun, das gemeinsame Anpacken bei einer Veranstaltung und die Selbstverständlichkeit, mit der Menschen ihre Zeit investieren, ohne dafür etwas zurückzuverlangen.
Die Dorfgemeinschaft sorgt dafür, dass diese Verbundenheit lebendig bleibt.
Denn ein Dorf lebt nicht allein von seinen Häusern und Straßen. Ein Dorf lebt von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Gemeinsam statt nebeneinander
In einer Zeit, in der vieles schneller, anonymer und unpersönlicher geworden ist, ist eine funktionierende Dorfgemeinschaft etwas Besonderes.
In Rheidt bedeutet Gemeinschaft, dass man nicht nur nebeneinander wohnt, sondern miteinander lebt.
Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und schenken dem Dorf etwas, das unbezahlbar ist: ihre Zeit.
Sie organisieren, planen, bauen auf, bauen ab, kümmern sich, helfen und packen an. Oft geschieht das still und ohne große Aufmerksamkeit.
Doch genau dieses Engagement ist es, das Rheidt zu dem macht, was es ist.
Die Kirmes – wenn das ganze Dorf zusammenkommt
Ein Höhepunkt im Rheidter Jahreskalender ist die traditionelle Spätkirmes.
Dann verändert sich der Ort. Menschen kommen zusammen, Familien treffen sich, Freunde sehen sich wieder und Generationen begegnen sich.
Für einige ist es die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern. Für andere ist es eine Erinnerung an die eigene Kindheit. Und für die jüngeren Menschen entsteht vielleicht gerade eine neue Erinnerung, die sie viele Jahre später mit Rheidt verbinden werden.
Genau darin liegt die besondere Kraft solcher Traditionen:
Sie verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Die Kirmes ist deshalb mehr als ein Fest. Sie ist ein Stück Rheidter Identität.
Tradition bewahren – Zukunft gestalten
Eine Dorfgemeinschaft lebt von ihrer Geschichte.
In Rheidt wird diese Geschichte nicht vergessen. Orte des Erinnerns, traditionelle Veranstaltungen und das Vereinsleben tragen dazu bei, dass auch jüngere Generationen erfahren, wo ihre Heimat ihre Wurzeln hat.
Dabei bedeutet Tradition nicht, immer nur zurückzuschauen.
Tradition bedeutet auch, etwas Wertvolles weiterzugeben.
Und genau das geschieht in Rheidt: Menschen übernehmen Verantwortung, bringen neue Ideen ein und sorgen dafür, dass das Dorfleben auch in Zukunft lebendig bleibt.
Viele Vereine – eine Gemeinschaft
Besonders beeindruckend ist das vielfältige Vereinsleben.
Sport, Karneval, Theater, Maibrauchtum, Feuerwehr, kirchliches Engagement, Heimatpflege und zahlreiche weitere Aktivitäten bereichern das Leben im Ort.
Jeder Verein hat seine eigenen Aufgaben und seine eigene Geschichte.
Doch am Ende verbindet sie alle dasselbe:
Die Liebe zu ihrem Dorf.
Es sind diese vielen kleinen und großen Beiträge, die zusammengenommen ein starkes Ganzes ergeben.
Ein Dank an die Menschen hinter der Gemeinschaft
Wenn über eine Dorfgemeinschaft gesprochen wird, darf eines nicht vergessen werden: Hinter jeder Veranstaltung, jedem Fest und jeder Tradition stehen Menschen.
Menschen, die ihre Freizeit opfern.
Menschen, die nach Feierabend noch Sitzungen besuchen, Veranstaltungen vorbereiten oder beim Aufbau helfen.
Menschen, die sich Gedanken machen, wie das Dorf zusammengebracht werden kann.
Menschen, die vielleicht nie im Mittelpunkt stehen, aber ohne die vieles nicht funktionieren würde.
Ihnen gilt ein besonderer Dank.
Denn Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit.
Es ist ein Geschenk an die Gemeinschaft.
Rheidt ist mehr als ein Ort
Vielleicht lässt sich die besondere Bedeutung der Dorfgemeinschaft am besten mit einem einfachen Gedanken beschreiben:
Rheidt ist nicht nur der Ort, an dem Menschen wohnen. Rheidt ist der Ort, mit dem Menschen etwas verbinden.
Kindheitserinnerungen.
Familiengeschichten.
Freundschaften.
Feste.
Gemeinsames Lachen.
Aber auch stille Momente und Erinnerungen an Menschen, die nicht mehr da sind.
All das gehört zu Heimat.
Und all das macht ein Dorf zu einem Zuhause.
Eine Gemeinschaft für die Zukunft
Die Dorfgemeinschaft Rheidt zeigt, dass Zusammenhalt auch im Jahr 2026 nichts von seiner Bedeutung verloren hat.
Im Gegenteil.
Gerade in einer immer schnelllebiger werdenden Welt sind Orte wichtig, an denen Menschen füreinander da sind. Orte, an denen man sich kennt. Orte, an denen Traditionen gepflegt werden, ohne sich der Zukunft zu verschließen.
Rheidt ist ein solcher Ort.
Und die Dorfgemeinschaft trägt einen wichtigen Teil dazu bei.
Sie hält nicht nur Veranstaltungen am Leben.
Sie hält ein Stück Heimat am Leben.
Und vielleicht ist genau das die größte Stärke von Rheidt:
Wenn es darauf ankommt, stehen die Menschen zusammen.
Nicht, weil sie müssen.
Sondern weil sie wollen.
Rheidt – ein Dorf, das zusammenhält.
Ein Dorf mit Geschichte.
Ein Dorf mit Tradition.
Ein Dorf mit Zukunft.
Und vor allem:
Ein Dorf mit Menschen, die ihre Heimat im Herzen tragen.
Die Menschen in Rheidt und Hüchelhoven
lieben und pflegen ihre Heimat.
🏰 Sehenswürdigkeiten und Interessantes in Rheidt‑Hüchelhoven
1. Burg Geretzhoven
Diese ehemalige Wasserburg wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt und stammt in ihrer heutigen Form aus dem 16./17. Jahrhundert. Das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude bilden eine geschlossene Vierflügelanlage, umgeben von einem teilweise erhaltenen Wassergraben. Heute werden hier größere Musik- und Theater-Events sowie besondere Märkte veranstaltet.

2. Der Gillbach
Der Gilbach ist ein 28,5 Kilometer langer Fluss in Nordrhein-Westfalen, der durch den Rhein-Erft-Kreis und den Rhein-Kreis Neuss fließt. Er entspringt in Bergheim-Auenheim beim Kraftwerk Niederaußem und mündet in Neuss-Weckhoven in die Erft.

3. Kirche St. Michael
Die katholische Pfarrkirche wurde 1789 erbaut und besitzt einen Westturm aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist ein bedeutendes religiöses und architektonisches Wahrzeichen des Ortes.


4. Historischer Dorfplatz Rheidt
Der Dorfplatz ist von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern umgeben und beherbergt ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Ein Wegekreuz aus dem 18. Jahrhundert befindet sich am südlichen Rand des Platzes.

5. Römische Jupitersäule
Anlässlich des 900-jährigen Jubiläums von Rheidt wurde eine Nachbildung einer römischen Jupitersäule auf dem Dorfplatz errichtet. Diese erinnert an archäologische Funde aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr., die in der Region gemacht wurden.
BILD FOLGT
6. Kriegerdemkmal
Das Kriegerdenkmal ist ein Mahnmal und gedenkt an die Gefallenen der Weltkriege.
Liebevoll wird das Denkmal durch die Dorfgemeinschaft Rheidt gepflegt. Erbaut wurde das Denkmal um 1928

7. Nostalgischer Weihnachtsmarkt
Der schönste Weihnachtsmarkt des Kreises, das ist der kleine Nostalgische Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz in Rheidt, Pünktlich zum ersten Advent öffnet der Markt um gemeinsam mit den Rheidt Hüchelhovenern die Vorweihnachtszeit zu beginnen.

8. Odilia Weidenfeld Grundschule
Die Wurzeln der Odilia-Weidenfeld-Schule gehen sehr weit zurück — auf eine Stifterin namens Odilia Weidenfeld, die bereits im 17. Jahrhundert eine Schule in Hüchelhoven einrichtete Die heutige Grundschule trägt ihren Namen und existiert bis heute. Ihre Grabstätte an der St. ;ichael Kirche wird von den Schulkindern jählich zum Odilia Weidenfeldtag besucht und geehrt.

9. Theaterverein Frohsinn
Der seit 1932 existierende "Theaterverein Frohsinn Rheidt Hüchelhoven" verstand es seit seiner Gründung das Puplikum zu unterhalten. Mitte der 80er wechselten die Spielerinnen und Spieler von Heimatstücken in Luststücke und starten die jährliche Angriffe auf die Lachmuskulaturen der Zuschauer. In der Vorweihnachtszeit begeistert die Kinder- und Jugendgruppe mit ihren Märchen das kleine und Große Publikum.


10. SV Rheidt
Die Spielvereinigung 1926 Rheidt e.V. ist ein traditionsreicher Sportverein im Doppelort Rheidt-Hüchelhoven (Stadt Bergheim, Rhein-Erft-Kreis) und zählt mit über 500 Mitgliedern zu den größten Vereinen vor Ort. Gegründet im Jahre 1926 gilt dem SV Rheidt früher wie heute das Leitbild des Vereins basiert auf Gemeinschaft, sportlicher Entwicklung und Freude am Sport – ganz nach dem Motto: „GEMEINSAM wollen wir uns verbessern und in die Zukunft gehen.“ Neben dem Breitensport begeistert der SV Rheidt mit seinen Veranstaltungen wie der Bayrische Abend, dem gemeinsamen Vatertag auf dem Sportplatz oder das "Eierklitschen zu Ostern". Im jahr 2026 feiert der Verein sein 100 Jähriges bestehen.

11. Der Millianshof
Der Hof hat historische Wurzeln: Ursprünglich war er ein Mönchshof der Zisterzienser.
Die erste schriftliche Erwähnung des Hofes unter dem Namen „Middeljanshof“ stammt aus dem 16./17. Jahrhundert. Aus „Middeljanshof“ wurde im Laufe der Zeit der Name „Millianshof“. Seit 1862 ist der Hof im Besitz der Familie Mödder, welche den Hof heute in der 4. Generation betreibt.


Dorfgemeinschaft Rheidt
Neben der Pflege der Kriegergedenkstätte auf dem Dorfplatz in Rheidt richtet die Dorfgemeinschaft Rheidt die legendäre "Kirmes in Rheidt" aus. Jährlich im September wird der Dorfplatz zum Hexenkessel und das ganze Dorfplatz feiert ihre Spätkirmes.

